22. Oktober
2004 - ROSSTÄUSCHER-HOCHKONJUNKTUR
Die Rosstäuscher im
Land Tirol (Landeshauptmann DDr. Herwig van Staa, Hannes
Gschwentner, Hansjörg Jäger etc.) haben Hochkonjunktur
– Menschen zahlen mit dem Verlust der Gesundheit, Betriebe
mit immer höheren Auflagen, Gäste werden den sensiblen
Korridor meiden und aus dem "Feinkostladen" wird schleichend
der "Sanierungsladen" für unsere Bäuerinnen und Bauern.
ROSSTÄUSCHEREI
IN REINKULTUR - Vorgaukeln der
Verbesserung des Nachtfahrverbotes (Beginn 20:00 Uhr statt wie
bisher 22:00 Uhr) bei gleichzeitiger Freigabe des
Nachtfahrverbotes für Lkw der Klasse Euro 4 bedeutet:
Ø Durch
Umrüsten der internationalen Lkw-Transit-Flotte aus 25
Mitgliedstaaten schon in 1 ½ bis 2 Jahren „freie Nachtfahrt
für sicher dringend lebenswichtige und termingebundene
Just-in-time-Güter wie Müll, Schrott, Gefahrgut, Holz, Steine
etc.“ mitten in der Nacht durch den sensiblen Korridor
Rosenheim-Kufstein-Innsbruck-Brenner-Bozen-Verona.
Bevölkerung, Wirtschaft und Gäste bleiben auf der Strecke.
Ø Aus
dem Nachtfahrverbot wird durch diese bewusste und
wissentliche Täuschung (der Landeshauptmann wurde am 18.
und 19. Oktober 2004 vollinhaltlich informiert; die
Fachabteilungen des Landes Tirol haben sich ohnehin dagegen
ausgesprochen) eine Nachtfahrerlaubnis für die
angeführten „lebenswichtigen Güter“ und bedeutet mehr
Erkrankungen unserer Kinder durch mehr Lärm und mehr
Schadstoffe und Verschlechterung des Wirtschafts- und
Arbeitsplatzstandortes entlang dieses sensiblen Korridors.
Ø Technische
Verbesserungen der Fahrzeuge (Euro 4 soll angeblich weniger
Schadstoffe ausstoßen) ohne zusätzliche mengenmäßige
Begrenzungen ergeben wenig Sinn, sagt die Europäische
Umweltagentur in ihrem Bericht 2001 an die EU-Kommission und
befürwortet ausdrücklich auf alpenquerenden Strecken Maßnahmen
wie das Nachtfahrverbot. Die Rosstäuscher ignorieren diesen
wissenschaftlichen Befund.
Ø Die
Schweiz erhöht die Lkw-Transitgebühren mit 1. Jänner
2005 von derzeit € 140,00 auf € 200,00 und wird daher den
Druck auf den Umwegtransit verstärken – die Rosstäuscher im
Land Tirol ignorieren das und wollen durch ihr Fehlverhalten
noch mehr Umwegtransit (schon bisher rund 350.000 Lkw, die die
Schweiz umfahren). Dass die Schweiz seit 1934 ein
Nachtfahrverbot hat (weder ist die Bevölkerung verhungert noch
sind die Betriebe deswegen aufgehaust noch wurde es von der EU
angetastet), sei nur der Ordnung halber erwähnt.
EINMISCHEN
MITMISCHEN AUFMISCHEN

Eine gemeinsame Veranstaltung mit
Ärzten, ATA (Alpentransit Außerfern), ATO (Anit Transit
Oberland Haiming und Mötz), Bluatschink, BI Verkehr 2000 Kundl,
DAV, Lärmschutzkomitee Terfens/Weißlahn, Mütter gegen Transit,
OeAV, Sulztaler Bäuerinnen, Süddeutschem Institut für
Nachhaltiges Wirschaften und Oeko-Logistik GmbH, tfA-Gruppen
Buch bei Jenbach, Münster/Kramsach, Volders etc..
Ø Öffnen
des Nachtfahrverbotes deutliches Signal an internationale
Finanzinvestoren, keinen Dollar, keinen Yen und keinen
Euro jemals in den Brennerbasistunnel zu investieren.
Bisherige Investitionen müssen als verlorene Zuschüsse des
Steuerzahlers abgeschrieben werden. Ein Signal, sich möglichst
blitz- und fluchtartig von diesem „Ablenkungsprojekt“ zu
verabschieden.
Ø Ab
1.11.2004 bereits 65 Tiroler Gemeinden als
„Sanierungsgemeinden“ und über 9 Millionen m2 als
„Sanierungsstreifen“ links und rechts der A 12 im Tiroler
Inntal. Freie Fahrt für Müll-, Schrott- und Giftlaster
etc. statt Reduktion der massiven Gesundheitsbelastungen
verbunden mit dem Totalverlust der politischen
Glaubwürdigkeit auf Landes-, Bundes- und Europaebene. Wer
im sensiblen Korridor gar noch dem Nachttransit die letzten
Barrieren niederreißt, wird auf Wiener und Brüsseler Ebene nur
noch mitleidig belächelt, wenn er dann "Maßnahmen für die
Menschen in diesen sensiblen Korridoren" einfordert, um daheim
dann gut da zu stehen. Sie sollten sich schämen.
Als größte Absurdität muss die Tatsache
bewertet werden, dass man Fahrzeuge von einem Fahrverbot
ausnimmt, von denen schon derzeit massive
wissenschaftliche Bedenken vorliegen, ob sie überhaupt
die in den Zertifikaten festgeschriebene "Schadstoffarmut" im
Fahrbetrieb erfüllen. Man wartet also nicht auf echte
Ergebnisse, sondern nimmt sie in vorauseilendem Gehorsam
gegenüber der internationalen Verlader- und Transitlobby aus.
Wissenschaftliche Bedenken werden ignoriert, die Gesundheit
bleibt auf der Strecke! Zu einem Zeitpunkt, wo der
Lkw-Transit über den Brenner dramatisch zunimmt.
Die
Rosstäuscher-Strategie: Zuerst muss die Gesundheit ruiniert
und wissenschaftlich bestätigt werden. Dann kann die
politische Maschinerie anlaufen und dann wird vielleicht etwas
getan. NACHSORGE statt VORSORGE. Denken Sie in diesem
Zusammenhang an die letzten Jahre - Keiner der Euro 0, 1, 2
oder 3 hat die "Schadstoffarmut", die im
"Schadstoffzertifikat" angegeben war, auch nur annähernd
erfüllt - die N0x-Belastung hat zugenommen. Die Politiker
kommen und gehen - die Fehler werden scham- und rücksichtslos
wiederholt.
Sie wollen mehr wissen? Sie wollen sich
ebenfalls gegen diese undemokratischen Fehlentscheidungen
wehren? Lesen Sie unsere Sonderinformation im Volltext und
mischen Sie sich ein – SCHWEIGEN bedeutet ZUSTIMMUNG.
In wenigen Jahren ist es zu spät.
Trauen Sie denen nicht, die nach außen
"mir ist die Gesundheit der Bevölkerung wichtiger als der
freie Warenverkehr" schwätzen, während sie gleichzeitig den
Lkw-Transit steigern und damit die Gesundheit und
Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandort
verschlechtern/ruinieren.
Details:
www.transitforum.at
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03.10.04
- Seit 20 Jahren kein Lkw "von der Straße auf die Schiene"
verlagert - Wurden und werden Milliarden Euro an Steuergelder fehlinvestiert, um vom politischen Fehlverhalten abzulenken?
Vollinformation in: www.transitforum.at.transitfor
Lesen Sie insbesondere in der Seite Fakten
den Vranitzky-Weingartner-Deal oder die Totengräber
der Unterinntaltrasse etc.. Bilden Sie sich Ihre eigene
Meinung und teilen Sie uns mit, ob Sie es für richtig finden,
wenn unablässig mit Steuergeld in die Eisenbahn investiert und
gleichzeitig die Straße immer billiger und attraktiver gemacht
wird. Damit nur ja keiner auf die Idee kommt, die Eisenbahn zu
nutzen. Während diese Steuergelder der Wirtschaft, dem Schul-,
Bildungs- und Sozialsystem, dem Öffentlichen Personenverkehr
und vielen anderen wichtigen Bereichen für immer entzogen
werden. Kämpfen Sie mit uns für entsprechende
Rahmenbedingungen auf der Straße, damit die Eisenbahn eine
Chance hat!
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01.10.04
- 2. Jahrestag Sanierungsgebiet nach IG-Luft im Tiroler Inntal
Liebe Damen und Herren,
wenn über den Brennerpass pro Jahr mehr
Transit-Lkw rollen –
1.557.000 lt. Alpenstraßen AG im Jahr 2003 – wie
über die Schweizer Alpenpässe zusammen –
1.292.000 über
Gotthard, San Bernardino, Großer St. Bernhard + Simplon, dann
stimmen die Relationen längst nicht mehr.

Wenn dann noch für das Jahr
2004 mit rund 20 % mehr
an Lkw-Transit rollt – durch die Aufgabe der Ökopunkte, der
mengenmäßigen Begrenzung und zusätzlichem Lkw-Transit wegen
der Erweiterung der EU am 1. Mai 2004 – dann werden im Jahr
2004 rund 1,9 Millionen Lkw
allein über den Brenner rollen.

Durch das bayerische und Tiroler Inntal,
Wipp- und Eisacktal. Genau soviel, wovor wir die
österreichische Bundesregierung, die Tiroler Landesregierung,
den Tiroler Landtag u. v. a. seit Jahren gewarnt haben
(Details finden Sie unter www.transitforum.at).

Dass gleichzeitig die Eisenbahn dramatisch
an Aufkommen verliert, ist eine logische Folge der
Liberalisierung der Straße einerseits sowie der seit 10 Jahren
angekündigten, aber nie realisierten Kostenwahrheit im
Straßenverkehr. Die Folge liegt klar auf der Hand: Jede
Investition mit Steuergeld in die Eisenbahn ist umsonst, weil
dieselben, die das tun wollen, auch dieselben sind, die seit
Jahren die Straße immer weiter geöffnet haben. Allein rund
500.000 Lkw umfahren die
Schweiz, um dem dort bestehenden
Lkw-Nachtfahrverbot (seit 1934) und der geltenden
Schwerverkehrsabgabe (LSVA) auszuweichen und über den
"billigen und sperrangelweit offenen Brenner" zu fahren.

Schon Rudolf Streicher hat vergeblich
private Investoren für Unterinntaltrasse und
Brennerbasistunnel gesucht, heute reden das Land Tirol (LH
Herwig van Staa, Finanzreferent Ferdinand Eberle und
Verkehrsreferent Hannes Gschwentner) schon ganz offen über
Verkäufe von Landesvermögen
(Wohnbauförderung, Hypo-Tirol, Tiwag etc.), um in den
Brennerbasistunnel zu investieren (dzt. von Insidern
kolportierte Gesamtkosten von rund 10 - 12 Milliarden Euro!).
Die „privaten Investoren“ sind also
die Steuerzahler. Eine satte Tiroler Mehrheit lehnt diese
„Versilberungsaktionen“ für das Loch Brennero Gott sei Dank
rigoros ab (vgl. ECHO 10/2004). Bilden Sie sich selbst Ihr
Urteil und teilen Sie uns Ihre Meinung mit.
Wir meinen jedenfalls, man sollte
öffentliche Gelder nicht wie in der Wiederaufbauphase nach dem
2. Weltkrieg in immer größere und teurere
Mega-Infrastrukturbauen stecken, sondern die immer knapper
werdenden Gelder dort investieren, wo sie tatsächlich
gebraucht werden: Im Sozial- und
Bildungsbereich, in die
Qualitätsverbesserung der heimischen Betriebe
genauso wie zur Unterstützung von
Betriebsgründungen, in
alternative Energieträger (bspw. Sonnenenergie und
Biomasse etc.), in die Attraktivität und Verbesserung des
Öffentlichen Verkehrs und
viele andere Bereiche, die den Menschen direkt helfen. Schauen
Sie sich dazu unsere regionalwirtschaftlichen Ansätze in
Tatort Brenner Band 5 von Stephan Brückl vom Süddeutschen
Institut für nachhaltiges Wirtschaften und Oeko-Logistik an.
Und wir meinen ebenfalls, dass genug von
"Gesundheit hat Vorrang" geredet wurde. Jetzt müssen diesen
Worten die Taten folgen. Sonst ist nicht nur die schlechte
Luft im Inntal, sondern noch schneller die Politik zu
sanieren. Denn dort sitzen diejenigen, die verantwortlich für
die fehlenden Rahmenbedingungen sind und die daher
vollinhaltlich für die Sanierungsgebiete verantwortlich sind -
Sanierungsgebiete sind Schandflecke auf der alpinen Landkarte.
Ihr direkter Kontakt:
transitforum@tirol.com